Künstliche Intelligenz – Hilfe oder Bedrohung

Künstliche Intelligenz, kurz KI ist seit Jahren in aller Munde. Hollywood bringt regelmäßig Blockbuster heraus, die Roboter als Feinde der Menschheit darstellen indem sie die Herrschaft an sich reißen wollen. Doch ist künstliche Intelligenz wirklich so gefährlich, oder ist sie eine Technologie, die uns das Leben erleichtert?

Um diese Frage zu beantworten ist es zunächst einmal wichtig, eine Definition des Begriffs zu finden. In der Wissenschaft wurde sich darauf geeinigt, dass ein System als KI bezeichnet wird, wenn es in der Lange ist, intelligentes Verhalten zu simulieren. Konkret bedeutet das, dass ein System ein Problem oder eine Aufgabe basierend auf vorprogrammierten Regeln und ohne Hilfe von außen effizient lösen kann. Dabei ist kaum ein System dem Menschen als Gesamtheit nachempfunden. Die meisten Systeme sind für eine spezielle Aufgabe konstruiert worden, um uns unangenehme Aufgaben abzunehmen, Arbeitsabläufe zu optimieren oder unser Leben angenehmer zu gestalten. Der Markt für KI-Systeme ist riesig. Google, Facebook, Amazon und Microsoft beispielsweise investieren Unsummen in die Erforschung und Weiterentwicklung künstlicher Intelligenzen. Doch wo haben wir bereits im Alltag mit solchen Technologien zu tun?

photo-1454165205744-3b78555e5572

Egal ob Spracherkennung, Navigationssysteme oder Textvervollständigung, all diese Systeme sind in der Lage Daten zu analysieren und eigenständig eine optimale Lösung zu finden. Per Definition handelt es sich hierbei somit um künstliche Intelligenz. Doch was ist mit Systemen, die eigenständig dazu lernen können? Programme wie beispielsweise Siri sind in der Lage, Daten, die sie empfangen, auszuwerten und eigenständig Muster zu erkennen, die ihr Verständnis erweitern. Sie sind in der Lange, ihr eigenes System zu optimieren und anzupassen. Deep learning nennt sich dieser Vorgang und scheint eine enorme Leistungssteigerung nach sich zu ziehen. Der Schachcomputer AlphaGo hat genau das bewiesen. Eine vorherige Programmierung aller möglichen Spielzüge hätte die Speicherkapazität bei Weitem überschritten, doch auf Grund einer Datenanalyse vergangener Schachpartien, war AlphaGo in der Lage, seine Züge so zu berechnen, dass er den besten Schachspieler der Welt schlagen konnte.

Virtual Interactive Kinetic Intelligence (V.I.K.I.). aus „I, Robot“

Mit dem rasanten technischen Fortschritt wächst die Angst, dass sich diese Systeme in Zukunft nicht nur eigenständig an- und ausschalten werden, sondern den Menschen in seiner kognitiven Leistung überholen und zu einer Gefahr werden könnten. Doch ein bewusstes Handeln wie bei uns Menschen ist selbst bei der hochentwickeltsten Technologie nicht möglich. Das einzige wovor wir Angst haben müssen ist ein Missbrauch dieser Systeme, denn nicht die Maschine stellt eine Gefahr für uns dar, sondern der Mensch selbst.