Hausfrauentipps für Unternehmen

Viele Unternehmen profitieren von Nachhaltigskeitkonzepten. Diese sehen in der Regel recht unterschiedlich aus, dienen aber alle demselben Zweck: In erster Linie verbessert nachhaltiges Handeln den Ruf der Firma oder der Marke bei den Konsumenten. Doch inzwischen achten auch viele Investoren darauf, wie achtsam ein Unternehmen handelt. In den meisten Fällen werden neue Entwicklungen in diesen Bereichen – seien es Produkte oder Techniken – von extra dafür neu eingerichteten Abteilungen entwickelt und geprüft, doch die Ressourcen in den eigenen Reihen bleiben oft ungenutzt.

Was sind das für Ressourcen? Viele Menschen achten in ihrem Privatleben auf Nachhaltigkeit. Sie sind die Konsumenten, die die entwickelten Produkte nutzen, sie auf ihre Tauglichkeit hin testen und aus dem tatsächlichen Gebrauch heraus Kritik und Lösungsvorschläge entwickeln können. Diese Menschen arbeiten mitunter in genau diesen Firmen, die auf Innovationen in der Nachhaltigkeitsfrage angewiesen sind. Doch die Integration von Mitarbeitern als Konsumenten in Nachhaltigkeitsinnovationsprozesse ist in kaum einem Unternehmen vorgesehen. Dabei sind es genau diese Mitarbeiter, die besondere Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen aus ihrem Privatleben mitbringen können. Verschiedenen Untersuchungen zu Folge, ist ein Großteil der Menschen motiviert, eben diese Erfahrungswerte in die Arbeit mit einzubringen und sich daran zu beteiligen, dass Innovationen in ihrem Unternehmen nachhaltiger und zugleich praxistauglicher werden. Würde dies der Fall sein, würde zudem das Selbstwirksamkeitsempfinden der Mitarbeiter gesteigert werden und die Menschen kontinuierlich motivieren, sich weiterhin selbst mit einzubringen. Gleichzeitig reden motivierte Mitarbeiter auch öfter und positiver von ihrer Arbeit, als weniger motivierte. Dies wiederum führt zu einer werbewirksamen Informationskette im privaten Umfeld.

Analysen haben ergeben, dass die Einbindung von Mitarbeitern mit der Größe des Unternehmens zusammenhängen könnte. Je formalisierter die Innovationsstrukturen und je technisch-komplexer die Produkte, desto weniger Spielraum besteht bezüglich der Berücksichtigung privater Erfahrungen und Ideen. Dabei wäre eine systematische und aktive Einbindung der privaten Nachhaltigkeitsorientierung eine kostengünstige Möglichkeit, das Unternehmen voran zu treiben, inklusive der positiven Nebenwirkungen von motivierten Mitarbeitern und kostenloser Werbung.