Autor: paul

Achtsam lehren, lernen und die Zukunft gestalten

Achtsamkeit ist nicht nur ein Konzept, das für Erwachsene förderlich ist, sondern gerade auch Heranwachsenden eine völlig neue Welt eröffnen kann. Kinder sollten früh lernen, achtsam zu sein und anderen gegenüber mit Respekt zu begegnet, sowie im Einklang mit der Umwelt zu leben. So ist es wichtig, dass Menschen, die Kinder in ihren Entwicklungsprozessen begleiten, richtig ausgebildet werden, die entsprechenden Fähigkeiten und Kompetenzen schon von klein auf zu fördern. Besonders Lehrkörper, Erzieher und Eltern haben die Möglichkeit, wichtige Inhalte zu vermitteln, aber auch Institutionsvorstände und Leiter von Freizeiteinrichtungen.

Die Ausbildungsreihe LernKulturZeit http://www.lernkulturzeit.de/, bietet speziell für diese Zielgruppe Seminare und Weiterbildungen an, in denen Achtsamkeit erlernt wird und man gleichzeitig gezeigt bekommt, wie das Lehren und Vermitteln dieser Lebensweisen gelingt. Nur, wenn man achtsam mit sich selbst, anderen und der Welt umgehen kann, kann man auch kleine und große Menschen für das Abenteuer Mensch-Sein begeistern. Der Grundgedanke dabei liegt in einer Potentialentfaltung jedes einzelnen Menschen, die unser aller Leben bereichert und uns zu einer erfolgreichen Gemeinschaft macht.

LKZ

Themenschwerpunkte der Kurse sind unter anderem der Zirkel der Veränderung, die 9 Perspektiven auf die Wirklichkeit, der Potenzial-Entfaltungs-Kompass und die 5 A(has) der Achtsamkeit. Es werden dabei nicht nur theoretische Konzepte vermittelt, wie beispielsweise das integrale Modell Ken Wilbers, sondern auch praktische Übungen wie Meditations- und Reflexionstechniken. Im Anschluss erarbeiten die Teilnehmer in Kleingruppen Konzepte, die in ihrem persönlichen Alltag integriert werden können und präsentieren diese.

Die Seminare finden in Frankfurt-Niederursel, auf dem idyllischen Gelände des „Hofs“ statt http://www.der-hof.de/. Je nach Dauer werden in Kombination auch Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Für eine Teilnahme an den angebotenen Kursen sind keine spezifischen Vorkenntnisse im Bereich Achtsamkeit nötig. Nähere Kursbeschreibungen und Anmeldungen sind auf der Hompepage der LernKulturZeit zu finden.

Yoga Vidya Preis für Innovationen und Nachhaltigkeit

Der Berufsverband der Yoga Vidya LehrerInnen e.V. (BYV) https://www.yoga-vidya.de/netzwerk/berufsverbaende/byv/byv-infos/, vergibt zum zweiten Mal den Preis für Innovationen und Nachhaltigkeit. Ausgezeichnet werden Yogalehrer, Yogalehrerinnen und Yogaschulen, die sich durch ihren besonderen Einsatz und ihr starkes Engagement in diesen Bereichen hervorheben und unterstützenswerte Projekte betreuen. Dabei können sich diese sowohl in der Planungsphase befinden, als auch bereits bestehend sein. Es werden Projekte aus den Bereichen Nachhaltigkeit für Soziales und Umwelt sowie Projekte aus verschiedenen Yoga und Meditationspraktiken ermutigt an dem Preisausschreiben teilzunehmen, um ein breites Spektrum abzubilden.

yoga2

Der BYV möchte mit der Auszeichnung seine Wertschätzung für die Arbeit der Projektleiter zum Ausdruck bringen und deren Engagement dementsprechend würdigen. Die ersten drei Plätze werden mit insgesamt 2000€ prämiert, die als finanzielle Unterstützung für Förderung und Ausbau der Projekte dienen sollen. Die ersten zehn Plätze werden mit der kostenlosen Teilnahme  am  Yoga Kongress in Bad Meinberg inklusive Unterkunft und Verpflegung honoriert. Der Kongress findet vom 18. bis 20. November 2016  in Bad Meinberg unter dem Motto „Erfolgreich Yoga unterrichten – das Geheimnis, die Tiefenwirkung und die Bandbreite des Yoga Vidya Stils statt (https://www.yoga-vidya.de/events/yoga-kongress/). Alle zehn Gewinner bekommen dort zusätzlich die Möglichkeit, ihre Arbeiten ausstellen und deren Besonderheiten den anderen Teilnehmenden nahezubringen. Dies soll den Dialog fördern, andere Yogaschulen inspirieren und somit die Entstehung neuer Projekte voranbringen. Des Weiteren soll die Vernetzung des Yogas intensiviert werden und der nächste Schritt in der Bildung einer großen Gemeinschaft gegangen werden.

Bis zum 1. September 2016 werden neue Beiträge angenommen. Dabei ist es ausdrücklich erwünscht, neben dem Anmeldeformular (www.yoga-vidya.de/innovationspreis) auch Zusatzmaterial wie Fotos oder Videomaterial mit einzureichen.

Global University Entrepreneurial Spirit Students’ Survey

Der Global University Entrepreneurial Spirit Students’ Survey (GUESSS) ist ein internationales Forschungsprojekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die unternehmerischen Absichten und Aktivitäten der Studierenden weltweit zu untersuchen und untereinander zu vergleichen. 2013/14 wurden dazu Daten von insgesamt 109.000 Studierenden aus 34 Ländern analysiert. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für Klein- und Mittelunternehmen der Universität St. Gallen, entstand dabei der GUESSS-Bericht, über die Studierenden deutscher Hochschulen http://(http://www.guesssurvey.org/PDF/2013/GUESSS%202013-14_Bericht%20Deutschland.pdf). Dieser Bericht umfasst die Daten von 10.566 Studierenden von 45 Hochschulen.

Der Bericht stellt heraus, dass im Jahr 2013/14 mehr Studierende während ihres Studiums einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen, als in den Vorjahren (4,6%). Allerdings beabsichtig im Vergleich dazu ein wesentlich kleinerer Teil (4%), diese Tätigkeit nach dem Studium als Haupttätigkeit auszuführen, sondern sieht den Zweck einer selbstständigen, unternehmerischen Tätigkeit eher in der Finanzierung des eigenen Studiums. Fünf Jahre nach dem Abschluss, sind es dagegen mehr als 20% der Studierenden, die eine unternehmerische Karriere anstreben. Auch dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren deutlich höher gewesen. Somit sind die unternehmerischen Absichten unter den Studierenden insgesamt deutlich zurückgegangen.

unternehmerische Absichten der Absolventen in den letzten Jahren, jeweils 5 Jahre nach dem Studium
Unternehmerische Absichten der Absolventen seit 2006, jeweils 5 Jahre nach dem Studium

Untergliedert man die zur Zeit des Studiums selbstständig Aktiven nach Fachbereichen, so zeigt sich, dass am häufigsten Studierende der Informatik und der Kunst und Kunstwissenschaften unternehmerisch tätig sind. Des Weiteren zeigte sich, dass Studierende mit ausländischer Nationalität häufiger eine Unternehmensgründung anstreben, als deutsche Studierende. Auch im internationalen Vergleich sind diese weniger bestrebt, sich nach dem Studium selbstständig zu machen.

ergebnisse kurs
Zusammenhang von Entrepreneurship-Lehre und unternehmerischem Klima

An Hochschulen mit positivem unternehmerischem Klima, sind die Studierenden eher bestrebt einer selbstständigen unternehmerischen Tätigkeit nachzugehen, als an Hochschulen, die dies nicht aufweisen können. Ein solches Klima liegt dann vor, wenn ein breites Angebot an Entrepreneurship-Lehrveranstaltungen besteht und dieses von den Studierenden genutzt wird. In diesen Veranstaltungen, lernen die Teilnehmer die grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Unternehmerschaft nötig sind. Insgesamt haben laut GUESSS 14% aller Studierenden in Deutschland bereits mindestens einen Entrepreneurship-Kurs besucht, wobei der größte Anteil aus den Wirtschaftswissenschaften kommt (32%). Dies sind höhere Prozentsätze als in den vergangenen Jahren. Laut GUESSS könnte dies den Rückgang der vorgenommenen unternehmerischen Tätigkeiten nach dem Studium erklären: Durch Entrepreneurship-Lehrveranstaltungen werden Studierende für eine Unternehmensgründung sensibilisiert, wobei sie lernen, ihre eigenen Ideen und Chancen realistischer einzuschätzen. So kommt es, dass die 20%, die eine selbstständige unternehmerische Tätigkeit nach dem Abschluss anstreben sich mit dem Anteil der erfolgreichen Unternehmensgründungen von Absolventen in der Vergangenheit deckt. Somit scheinen Entrepreneurship-Lehrveranstaltungen ihren Zweck zu erfüllen und sollten in Zukunft an mehr Hochschulen verstärkt angeboten werden.

Global University Entrepreneurial Spirit Students’ Survey

Der Global University Entrepreneurial Spirit Students’ Survey (GUESSS) ist ein internationales Forschungsprojekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die unternehmerischen Absichten und Aktivitäten der Studierenden weltweit zu untersuchen und untereinander zu vergleichen. 2013/14 wurden dazu Daten von insgesamt 109.000 Studierenden aus 34 Ländern analysiert. In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Institut für Klein- und Mittelunternehmen der Universität St. Gallen, entstand dabei der GUESSS-Bericht, über die Studierenden deutscher Hochschulen http://(http://www.guesssurvey.org/PDF/2013/GUESSS%202013-14_Bericht%20Deutschland.pdf). Dieser Bericht umfasst die Daten von 10.566 Studierenden von 45 Hochschulen.

Der Bericht stellt heraus, dass im Jahr 2013/14 mehr Studierende während ihres Studiums einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen, als in den Vorjahren (4,6%). Allerdings beabsichtig im Vergleich dazu ein wesentlich kleinerer Teil (4%), diese Tätigkeit nach dem Studium als Haupttätigkeit auszuführen, sondern sieht den Zweck einer selbstständigen, unternehmerischen Tätigkeit eher in der Finanzierung des eigenen Studiums. Fünf Jahre nach dem Abschluss, sind es dagegen mehr als 20% der Studierenden, die eine unternehmerische Karriere anstreben. Auch dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren deutlich höher gewesen. Somit sind die unternehmerischen Absichten unter den Studierenden insgesamt deutlich zurückgegangen.

unternehmerische Absichten der Absolventen in den letzten Jahren, jeweils 5 Jahre nach dem Studium
Unternehmerische Absichten der Absolventen seit 2006, jeweils 5 Jahre nach dem Studium

Untergliedert man die zur Zeit des Studiums selbstständig Aktiven nach Fachbereichen, so zeigt sich, dass am häufigsten Studierende der Informatik und der Kunst und Kunstwissenschaften unternehmerisch tätig sind. Des Weiteren zeigte sich, dass Studierende mit ausländischer Nationalität häufiger eine Unternehmensgründung anstreben, als deutsche Studierende. Auch im internationalen Vergleich sind diese weniger bestrebt, sich nach dem Studium selbstständig zu machen.

ergebnisse kurs
Zusammenhang von Entrepreneurship-Lehre und unternehmerischem Klima

An Hochschulen mit positivem unternehmerischem Klima, sind die Studierenden eher bestrebt einer selbstständigen unternehmerischen Tätigkeit nachzugehen, als an Hochschulen, die dies nicht aufweisen können. Ein solches Klima liegt dann vor, wenn ein breites Angebot an Entrepreneurship-Lehrveranstaltungen besteht und dieses von den Studierenden genutzt wird. In diesen Veranstaltungen, lernen die Teilnehmer die grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Unternehmerschaft nötig sind. Insgesamt haben laut GUESSS 14% aller Studierenden in Deutschland bereits mindestens einen Entrepreneurship-Kurs besucht, wobei der größte Anteil aus den Wirtschaftswissenschaften kommt (32%). Dies sind höhere Prozentsätze als in den vergangenen Jahren. Laut GUESSS könnte dies den Rückgang der vorgenommenen unternehmerischen Tätigkeiten nach dem Studium erklären: Durch Entrepreneurship-Lehrveranstaltungen werden Studierende für eine Unternehmensgründung sensibilisiert, wobei sie lernen, ihre eigenen Ideen und Chancen realistischer einzuschätzen. So kommt es, dass die 20%, die eine selbstständige unternehmerische Tätigkeit nach dem Abschluss anstreben sich mit dem Anteil der erfolgreichen Unternehmensgründungen von Absolventen in der Vergangenheit deckt. Somit scheinen Entrepreneurship-Lehrveranstaltungen ihren Zweck zu erfüllen und sollten in Zukunft an mehr Hochschulen verstärkt angeboten werden.

Vom Top-Manager zum Mahner für Nachhaltigkeit

Viele Menschen sind der Ansicht, dass gerade die Menschen, die hohe Positionen in erfolgreichen Unternehmen innehaben, bestrebt sind, Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit weit von sich zu schieben. Auf einige mag das durchaus zutreffen, doch es gibt auch zahlreiche Gegenbeispiele. Eins davon ist Klaus Wiegandt. Er war jahrelang Manager und Vorstandsvorsitzender der Asko AG und später der Metro AG. Mit 60 Jahren legte er 1998 sein Amt nieder und befasste sich fortan intensiv mit der Nachhaltigskeitsfrage. Im Jahr 2000 gründete er die Stiftung Forum für Verantwortung http://www.forum-fuer-verantwortung.de/. Ziel dieser Gruppierung war und ist die Förderung wissenschaftlicher Kolloquien und interdisziplinärer Diskussionen bezüglich der Verantwortung gegenüber der Umwelt. Mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse sollen Handlungsoptionen aufgezeigt und gefördert werden. Dazu findet jedes Jahr ein interdisziplinäres Kolloquium statt, dessen Beiträge in der Reihe Forum für Verantwortung (S. Fischer Verlag) veröffentlicht werden.

Klaus Wiegandt hat parallel bisweilen mehrere Bücher verfasst, in denen er die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

  • Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung: Wie sieht die Welt im Jahr 2050 aus?, Fischer Taschenbuch Verlag
  • Was verträgt unsere Erde noch?: Wege in die Nachhaltigkeit, Fischer Taschenbuch Verlag
  • Kann unsere Erde die Menschen noch ernähren?: Bevölkerungsexplosion – Umwelt – Gentechnik, Fischer Taschenbuch Verlag
  • Mut zur Nachhaltigkeit: 12 Wege in die Zukunft, Fischer Taschenbuch Verlag
  • v.m.

Auch mit Ende siebzig denkt Herr Wiegandt nicht ans Aufhören. Seine Aussage: „Demokratie heißt, sich engagieren für seine Themen.“ zeigt klar auf, dass seine Arbeit nicht nur ein Job für ihn ist, sondern eine Berufung. Er handelt aus tiefster Überzeugung und mit geschärftem Bewusstsein. Laut Wiegandt ist das ein wichtiger Punkt, der jedoch von vielen Menschen nicht umgesetzt wird. Er wirft dem System vor, sich zu einer Wegwerfgesellschaft entwickelt zu haben, die dem Kapitalismus erlegen ist, anstatt nur das zu konsumieren, was auch wirklich benötigt wird. Er sieht die Problematik einzig und alleine in der Kultur in der wir leben: „Das Abholzen der Regenwälder hat nichts mit Technik zu tun, der Verlust an Biodiversität, die Ausbeutung der Ressourcen und Senken, das Problem von arm und reich – das sind keine technologischen Probleme.Er bezeichnet diese Punkte als kulturelle Probleme und solange diese existieren wird er nicht aufgeben, das Bewusstsein der Menschen in die richtige Richtung zu lenken und andere dabei zu unterstützen, dasselbe zu tun.

Meditation & Wissenschaft 2016

Die diesjährige Konferenz Meditation & Wissenschaft steht unter dem Titel: „Meditation & Wirklichkeit – Macht – Zweck – Sinn“. Es handelt sich um einen interdisziplinärer Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung, der alle zwei Jahre veranstaltet wird und 2016 am 25. und 26. November in Berlin stattfindet. Organisiert wird die Konferenz von der Identity Foundation (http://www.identity-foundation.de/), der Oberberg Stiftung (http://www.oberberg-stiftung.de/) und der Udo Keller Stiftung – Forum Humanum (http://www.forum-humanum.org/) in Zusammenarbeit mit einigen weiteren Firmen und der Berliner Ärztekammer.

Ziel des diesjährigen Treffens ist es, die Frage zu diskutieren, wie sich unser Verständnis der Wirklichkeit unseres Lebens und unsere Fähigkeit dieses zu gestalten durch Achtsamkeit verändert. Achtsamkeit wird dabei als „Mittel zur Verbesserung von Aufmerksamkeit“ und als „Weg der persönlichen, inneren Reife“ beschrieben. Dazu sind Experten und Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Neurologie, Philosophie und der Wirtschaft geladen, die den Teilnehmern mittels Beispielen aus Forschung, Therapie und Alltag von ihrer Ergebnissen und ihren Erfahrungen bezüglich Achtsamkeit und Meditation berichten und zu einem offenen Dialog mit allen Anwesenden aufrufen werden.

Unter anderem wird Frau Dr. Britta Hölzel von der TU München eine Übersicht über die strukturellen und funktionalen Veränderungen des Gehirns präsentieren, die durch regelmäßige Achtsamkeitsübungen entstehen. Des Weiteren werden verschiedene therapeutische Trainigsprogramme vorgestellt und ihre Anwendungsgebiete, bei zum Beispiel depressiven Patienten, kritisch diskutiert werden. Auch eine Auseinandersetzung mit der Wirkung und der Integrationsfähigkeit von Meditation in den Arbeitsalltag wird stattfinden. Hierzu sind Verantwortliche der Firmen DM, RWE, SAT und Google geladen, ihre Erfahrungen darzulegen und für Fragen und Kritik der Teilnehmer offen zu sein. Es soll ein konstruktiver Dialog entstehen, der für beide Seiten einen Erkenntnissgewinn hervorbringen soll. Zwischen den einzelnen Programmpunkten wird es Meditationsübungen, Kaffeepausen und musikalische Einlagen geben, die einen Austausch und ein Gemeinschaftsgefühl zwischen den Teilnehmern fördern. Die Kosten für die Teilnahme an der Meditation & Wissenschaft belaufen sich auf 449€/ Person.

How to relax

Stress ist heutzutage allgegenwärtig. Junge Menschen zwischen 18 und 33 Jahren sind durchschnittlich diejenigen, die dem größten Druck ausgesetzt sind, doch auch danach ist das Leben nicht annähernd stressfrei. Selbst Kinder im Gundschulalter werden durch die an sie gestellten Anforderungen und Erwartungen der Umwelt schon frühzeitig stark belastet. Oftmals fehlen uns die Zeit und die Ruhe aus diesem Zustand herauszukommen, sodass laut Zahlen von 2011 jeder fünfte Arbeitnehmer Burnout-ähnliche Phasen durchmacht. Viele greifen zu Medikamenten, dabei gibt es andere Methoden, die wesentlich gesünder und effektiver sind.

Die heutige, schnellebige Welt fördert stressbedingte Erkrankungen.
Die heutige, schnellebige Welt fördert stressbedingte Erkrankheiten.

Charlie Ambler berichtet in seinem Blog von seiner Erfahrung mit Meditation. Dabei sind es seiner Meinung nach drei große Punkte, die den Weg zur Entspannung ebnen, die durch Meditation erlernt und vertieft werden können. Zuallererst ist es jedoch wichtig, sich bewusst zu machen, dass man selbst die Macht hat, etwas am eigenen Zustand zu ändern, egal wie viel um einen herum passieren mag.

Der erste Punkt, an dem man laut Charlie Ambler arbeiten sollte ist das ergebnisorientierte Denken. In unserer kommerziellen Gesellschaft lernt man früh, dass man in kürzester Zeit das möglichst beste Ergebnis erzielen muss. Der Weg dorthin wird meist als unbedeutend angesehen. Doch nur, wenn man diesen Weg als solchen betrachtet und auch kleine Fortschritte würdigt, kann man sich entspannt dem Endergebnis nähern. Man selbst gewinnt eine innere Ruhe, die das positive Empfinden steigert und zeitgleich das Resultat verbessert. Meditation hilft uns, den einzelnen Moment wertschätzen zu können.

Der zweite Punkt betrifft die Selbstwahrnehmung. Überall ist man von künstlichen Schönheitsidealen umgeben. Die Werbeindustrie definiert dieses Bild mit Magermodels und Photoshop. Im Grunde wissen wir, dass das meiste davon nicht real ist, doch trotzdem streben wir nach diesem Bild und stressen uns mit Diäten, Schönheitsoperationen und Wundermittelchen. Warum können wir nicht einfach stolz auf unsere Natürlichkeit sein? Es würde uns eine Menge Zeit, Stress und Geld ersparen. Selbstzufriedenheit lässt uns attraktiver wirken und glücklicher sein, also akzeptieren wir uns doch einfach so wie wir sind. Meditation kann eine große Hilfe auf dem Weg eines gesteigerten Körperbewusstseins und einer gesunden Selbstwahrnehmung sein.

Der dritte, problematische Punkt ist das Netz aus Lügen, das wir tagtäglich um uns spannen. Nicht nur anderen gegenüber, sondern auch uns selbst präsentieren wir viele kleine und große Lügen, die den Alltag und das soziale Miteinander vereinfachen sollen. Jedoch brauchen wir viel Energie, um diese Lügen aufrecht zu erhalten und verstricken uns immer weiter in erfundenen Geschichten. Das setzt uns enorm unter Druck, da wir immer aufpassen müssen, wem wir was erzählen anstatt von Anfang an offen und ehrlich zu sein.

Wir sollten lernen, das Leben so zu genießen, wie es ist und uns nicht durch falsche Konventionen selbst unter Druck zu setzen.

The True Cost – Who pays the price for our clothing?

Wer kennt das nicht? Die nächste Party steht an und wir wissen nicht was wir anziehen sollen. Also ab in die Stadt. Und da im Portemonnaie wieder Flaute herrscht, ab zu C&A, H&M und Co. Das schlechte Gewissen im Hinterkopf halten wir klein, denn wir können uns Bio und Fair Trade ja eh nicht leisten. Wir sind also gezwungen bei den günstigeren Firmen zu kaufen. Aber welchen Preis zahlen andere dafür? Der Film „The True Cost“ von Andrew Morgan zeigt genau das auf, denn auch wenn wir alle wissen, dass die Modeindustrie nicht immer ethisch korrekt handelt, so ist den meisten das Ausmaß der entstehenden Schäden nicht bewusst.

In unserer Gesellschaft leben wir im Überfluss und haben trotzdem immer das Bedürfnis nach mehr.
In unserer Gesellschaft leben wir im Überfluss und haben trotzdem immer das Bedürfnis nach mehr.

Die Hirnwäsche der Modeindustrie

Die Werbung vermittelt uns tagtäglich, dass man mit Konsum seine Probleme beheben kann. Trägst du die neusten Schuhe, das hippe Deo oder benutzt das richtige Shampoo wirkst du unwiderstehlich auf andere, bist beliebt und siehst toll aus. Moderne Propaganda. In unserer schnelllebigen, westlichen Welt sind wir nur zu bereit uns dieser Illusion für einen kurzen Moment hinzugeben und Befriedigung zu erlangen. Doch diese hält nicht lange an, sodass wir ununterbrochen konsumieren, um uns selbst einzureden, dass es uns gut geht. Gerade die Mode ist zum Vorreiter der Schnelllebigkeit geworden. Wir kommunizieren unsere Identität, unseren Status, unser Empfinden über unsere Kleidung. Fast Fashion ist das Schlagwort in aller Munde. Wo wir früher noch zwei Saisons im Jahr hatten, gibt es inzwischen jede Woche einen anderen Trend, dem wir folgen müssen. Die Verkaufszahlen steigen durch die Decke und unser Kleiderschrank platzt aus allen Nähten. Doch wohin mit den ungetragenen „alten“ Klamotten? Verkaufen lohnt sich oft nicht, also werden sie weggeworfen.

Glückliche Frauen nach einem Shoppingtrip. Sie symbolisieren Sorglosigkeit und Zufriedenheit.
glückliche Frauen nach einem Shoppingtrip. Sie symbolisieren Sorglosigkeit und Zufriedenheit.

Wegwerfkleidung

2010 wurden in Deutschland über 100.000 Tonnen Kleidung erfasst, die über den Müll entsorgt wurden – und dies ist nur ein Bruchteil. In den USA waren es 2014 sogar 11 Millionen Tonnen. Der Großteil dieser Kleider besteht aus synthetischen Polymeren und ist damit biologisch nicht abbaubar. Das bedeutet, dass die Textilien mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte auf den Müllkippen verbleiben, bevor sie verrotten oder aber verbrannt werden müssen. Also spenden denken sich die meisten. Aber nur ein kleiner Anteil der gespendeten Kleidung wird in heimischen Regionen verkauft. Dies beinhaltet die qualitativ hochwertigen und gut erhaltenen Stücke. Alles was übrig bleibt wird in Kisten gepackt und mit hohen Transport- und Energiekosten in dritte Welt Länder gebracht. Dort wird die Ware für Kilopreise an die Einheimischen verkauft. Was in den Kisten enthalten ist, sehen diese erst hinterher. Die Folge ist ein Überschuss an Kleidung schlechten Zustands und schlechter Qualität sowie ein massives Sterben der ansässigen Textilindustrie (ausgenommen der Exportfirmen) in den betroffenen Ländern.

Einheimische aus Bangladesch in einem Berg von Altkleidern, die sie den westlichen Firmen abgekauft haben
Einheimische in einem Berg von Altkleidern, die sie den westlichen Firmen abgekauft haben

Outsourcing

Doch Fast Fashion hat noch weiter Nebenwirkungen. Der Bedarf an billiger Kleidung auf dem westlichen Markt ist inzwischen so hoch, dass die Industrie gezwungen ist schneller und gleichzeitig günstiger zu produzieren. Wo in den 60ern noch 95% der in den USA verkauften Mode auch dort hergestellt worden ist, sind es heute gerade einmal 3%. Outsourcing extreme. Auf Grund günstiger Produktionskosten lagern die großen Konzerne ihre Produktion in Länder wie China, Indien, Bangladesch oder Kambodscha aus. Doch was bedeutet das für die Bevölkerung? Laut den Modefirmen schafft diese Auslagerung zahlreiche Arbeitsplätze, die den Menschen einen Ausweg aus dem Elend und eine Perspektive geben. Doch ist das wirklich der Fall?

Textilarbeiterinnen aus Kambodscha
Textilarbeiterinnen aus Kambodscha

Eine Perspektive unter Trümmern

Zunächst müssen wir uns fragen, was Perspektive denn genau heißt. Laut Duden ist es die Aussicht auf eine Zukunft. Doch was für eine Zukunft hat man, wenn man bei einem Arbeitsunfall seinen Partner oder das eigene Leben verliert? In vielen Fabriken werden Sicherheitsstandards und baufällige Gebäude ignoriert, da Extrakosten in der Produktion den Verkaufspreis des Endprodukts steigern würden. Das Wiederum würde die Konkurrenzfähigkeit der eigenen Firma senken und den Gewinn reduzieren. Durch die Ignoranz der Konzerne kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Der 2013 in Bangladesch eingestürzte Rana-Plaza-Komplex beispielsweise forderte das Leben von 1138 Textilarbeitern, obwohl diese zuvor ihre Bedenken auf Grund des den maroden Zustands des Gebäudes dem Management gegenüber geäußert haben. Auch wenn dieser Fall in unseren Medien sehr präsent gewesen ist, so sind es viele andere nicht. Doch es ist leider kein Einzelfall. Jährlich sterben tausende von Menschen durch Einstürze oder Feuer in Fabriken, die durch nicht eingehaltene Standards entstanden sind.

Trümmer des Rana-Plaza in Bangladesch nach dem Unfall 2013

Fernbeziehung Familie

Ein anderer Punkt der Perspektive ist es, eine Familie zu gründen und seine Kinder großziehen zu können. Doch auch diese Möglichkeit haben viele Textilarbeiter nicht. Oftmals werden die Kinder gezwungenermaßen in den Dörfern bei den Alten gelassen, da die Eltern von früh bis spät an den Nähmaschinen sitzen. Urlaub, Wochenenden oder bezahlte Überstunden gibt es in der Regel nicht und in den Fabriken ist es oft zu gefährlich für die Kinder. So kommt es, dass viele Eltern ihre Kinder nur ein bis zweimal im Jahr sehen. Die Meisten sparen jeden Cent, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen, doch bei Löhnen von durchschnittlich 3 Dollar pro Tag bleibt dafür nicht viel übrig.

Get Up, Stand Up

Immer wieder bilden sich unter den Arbeitern Gruppen, die gegen die schlechten Arbeitsbedingungen protestieren – nicht nur auf der Straße, sondern auch in Form von Briefen an die Vorgesetzten oder der Bildung von kleinen Gewerkschaften. Doch das Ergebnis ist immer dasselbe. Jeglicher Protest wird unterdrückt, oftmals auch mit roher Gewalt. 2014 wurde in ganz Kambodscha wochenlang für einen fairen Lohn protestiert, bis die Proteste von der Militärpolizei mit großer Härte niedergeschlagen wurden. Es gab zahlreiche Verletzte und auch einige Tote. Die Hauptstadt glich tagelang einem Kriegsszenario. Doch das alles passiert weit außerhalb der Sichtweise der westlichen Welt und die großen Firmen wissen das. Ihr Impuls zur Kapitalanhäufung führt zu einer Massenverelendung der dortigen Bevölkerung.

1200x630_264894_protest-held-to-mark-first-anniversar
Textilarbeiterinnen in Bangladesch protestieren gegen die schlechten Arbeitsbedingungen

Die Chemiekeule

Doch es gibt noch weitere Punkte, die sich dem direkten Blick der Öffentlichkeit entziehen. Nicht nur die sozialen Bedingungen im Modebusiness sind katastrophal, sondern auch die ökologischen. Wer schnell viel produzieren will, muss eine große Menge an Ressourcen verwenden. Die Modeindustrie setzt somit auf günstige, schnell nachzuliefernde Rohstoffe. Im Fall der Baumwolle werden extra schnellwachsende Pflanzen gezüchtet. Das Entfernen der natürlichen Schädlinge und Unkräuter wird von Pestiziden übernommen, um Zeit und Arbeitskräfte zu sparen. Doch diese Pestizide haben massive ökologische Nebenwirkungen. Sie stören das lokale Ökosystem, sodass die Böden ausgelaugt und unfruchtbar werden. Sie vergiften jedoch nicht nur den Boden und die Luft, sie geraten auch ins Trinkwasser und machen die Menschen, die in der Umgebung leben krank. In Indien gibt es zahlreiche Dörfer, die exorbitant hohe Raten an Fehlgeburten, geistigen Behinderungen und Krebserkrankungen haben. Oftmals ist die medizinische Versorgung in diesen Regionen so schlecht, dass die Eltern hilflos zusehen müssen, wie ihnen die Kinder unter den Händen wegsterben. Doch laut der Modeindustrie hängen diese Häufungen nicht mit den von ihnen eingesetzten Stoffen zusammen. Eine besonders hohe Verseuchung der Umwelt gibt es auch in den Gebieten um die Lederindustrie. Durch hochgiftige Gerbmittel leidet fast jeder zweite Bewohner an schweren Leberschäden, die nicht behandelt werden. Die Flüsse dort sind verschmutzt und das Land wird unfruchtbar. Doch das sind Kosten, die die Konzerne nicht tragen müssen. Dabei ist die Modeindustrie nach der Ölindustrie der zweitgrößte industrielle Verschmutzter der Welt. Die Größte Last und das größte Risiko liegt am Ende der Wertschöpfungskette – bei den Arbeitern.

ganges-zufluss-sangam3
Der stark verschmutzte Ganges in Indien. Die enthaltenen Chemikalien sind extrem giftig für Mensch und Umwelt.

Lösungsansätze

Doch was können wir tun, dass es den rund 40 Millionen Textilarbeitern weltweit besser geht? Welchen Beitrag können wir leisten, damit die Industrie zum Umdenken gezwungen wird und auf die Umwelt und die Menschenwürde achtet? Zu allererst muss uns bewusst werden, dass wir als Kunden auch Verantwortung tragen. Wir müssen ein Bewusstsein dafür entwickeln, was real ist und was nur Illusion. Indem wir dem Ruf der Modeindustrie folgen, unterstützen wir die soziale und wirtschaftliche Ungerechtigkeit in den Produktionsländern und die Zerstörung der Umwelt. Wir sehen nur das fertige Produkt und die Zahl auf dem Preisschild, aber nicht die Kosten, die dahinter stehen. Wir müssen uns verändern, wenn wir die die Welt für unsere und folgende Generationen besser machen wollen. Natürlich ist ein Fair Trade Pullover teurer, aber brauchen wir denn wirklich jede Woche einen Neuen? Ist es uns wirklich Menschenleben wert, immer im neusten Trend gekleidet zu sein? Warum willst du dein gelbes T-Shirt wegwerfen, wenn es dir nicht mehr gefällt? Färbe es grün, schreib dir nen coolen Spruch drauf oder upcycle es durch einen neuen Schnitt. Wofür gibt es YouTube? Sei Kreativ und wirf nicht weg, was noch gut ist.

mensshirt

Kauf Second-Hand Kleidung. Da sind oft wahre Schätze dabei. Boykottiere Fast Fashion und zwinge somit die Modeindustrie dazu nachhaltig zu produzieren. Du als Verbraucher hast die Macht etwas zu verändern und wir müssen dringend etwas verändern, denn wir leben alle auf demselben Planeten, wir sind alle gleich viel wert und niemand hat das Recht für seinen persönlichen Luxus das Leben anderer zu verbrauchen.

Green my Apple

2006 startete Greenpeace die Kampagne Green my Apple. Auf der Homepage forderten sie nicht wie so oft zu Protestmärschen auf, oder verlangten gar ein Verbot von Apple Produkten, sondern sie baten die Leser lediglich darum, Steve Jobs um etwas zu bitten: Apple in Sachen Nachhaltigkeit zum Umdenken zu bewegen und die Marke auch in Sachen Umweltschutz ganz nach vorne zu bringen. Hintergrund der Aktion war unter anderem die hohe Rate an toxischen Materialien, die zu dieser Zeit in vielen Apple Produkten verwendet worden waren und die Limitation der Rücknahme von Altgeräten auf die USA.

green my apple
Kampangne „green my Apple“ von Greenpeace, 2006

Und siehe da, es wirkte. Tausende Menschen folgten dem Aufruf und baten den Konzern um einen „green Apple“. Der Konzern reagierte rasch und machte unter anderem das Zugeständnis, toxische Materialien bis 2008 drastisch zu reduzieren und insgesamt umweltbewusster zu produzieren.

Inzwischen ist Apple in Sachen Nachhaltigkeit ganz vorn dabei. In dem kürzlich veröffentlichtem Environmental Responsibility Report http://images.apple.com/euro/environment/d/generic/pdf/Apple_Environmental_Responsibility_Report_2016.pdf der Firma, betonen sie ihr Anliegen, den eigenen Einfluss auf den Klimawandel unter anderem durch die Nutzung erneuerbarer Energien und einer höheren Energieeffizienzrate zu reduzieren und die verwendeten Materialien in allen Produkten so umweltfreundlich und sicher wie möglich zu gestalten. Inzwischen werden 93% der weltweit für Apple benötigten Energie aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen und der CO2 Ausstoß konnte in den letzten 5 Jahren um 64% reduziert werden. Dadurch wurde die Entstehung von mehr als 1 Millionen Tonnen des Treibhausgases vermieden.

Reduktion der CO2 Emission in kg pro Produkt seit 2011
Reduktion der CO2 Emission in kg pro Produkt seit 2011

Des Weiteren begann Apple in den letzten Jahren Elektroschrott von Müllhalden zu recyceln und wertvolle Materialen zurückzugewinnen. Unter anderem konnten dadurch im letzten Jahr aus 44,5 Millionen Tonnen Altelektronik eine Tonne Gold extrahiert werden. Auch in Sachen Verpackungsmaterialien schwenkte Apple um und setzt nun auf Recyclingpapier und Material aus nachhaltig angebauten Wäldern. Der Forderung, die Nutzung von toxischen Materialien zu reduzieren, folgte die Firma ebenfalls. Mit Hilfe des Programms Full Material Disclosure werden mit Hilfe von Toxikologen und anderen Wissenschaftlern alle verwendeten Stoffe auf ihre Wirkung auf Mensch und Umwelt untersucht und gefährliche Stoffe reduziert bzw. eliminiert oder ersetzt. Auch die Rücknahme von Altgeräten ist nun nicht mehr allein in den USA möglich. Falls Du also ein noch ein altes Applegerät zu Hause rumliegen hast: Bitte nicht in den Müll werfen, sondern in den Store bringen, damit es umweltfreundlich recycelt werden kann.

Die Wirkung von Nachhaltigkeit auf den Umsatz

Nachhaltigkeit ist seit mehreren Jahren ein immer wichtiger werdendes Thema in der Gesellschaft. Insbesondere im Zuge des Klimawandels werden Ressourcen-Schonung und Abfallvermeidung von vielen Unternehmen erwartet. Auch Themen wie beispielsweise die Arbeitsbedingungen in Schwellenländern rücken regelmäßig in den Fokus des öffentlichen Interesses. Verantwortung für die Umwelt, seine Mitmenschen und zukünftige Generationen zu übernehmen wird immer populärer. Inzwischen wird Nachhaltigkeit weit über den Lebensmittel- und Textilienmarkt hinaus gefordert. Doch nicht einmal die Hälfte der Unternehmen hält Nachhaltigkeit für umsatzfördernd. Es gibt kaum seriöse Marktforschung, die die Wirtschaftlichkeit für Nachhaltigkeit aufzeigt. BIESALSKI & COMPANY haben aus diesem Grund kürzlich eine großangelegte Studie zu eben dieser Fragestellung durchgeführt. Sie wollten prüfen, inwiefern Marken durch Nachhaltigkeit in Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung ihren Wert steigern können. Dabei gingen sie davon aus, dass die Reputation eines Unternehmens auf einem gesättigten und ausdifferenzierten Markt durch Nachhaltigkeit gesteigert werden kann, welches zu einem Mehrwert der Marke und einer durch Vertrauen gesteigerten Kaufmotivation bei den Kunden führt und somit wiederum den Umsatz erhöht. Um diese These zu belegen, wurde eine Onlinebefragung von über 8000 Konsumenten durchgeführt, bei der Fragen zu Botschaft, Wahrnehmung, Einstellung, Verhalten und Wertschöpfung zu insgesamt 104 Unternehmen aus 16 Branchen gestellt wurden. Aus den Antworten wurde jeweils der sogenannte Sustainability Value Score (SVS) berechnet. Dieser gibt an, welchen Einfluss das Nachhaltigkeitsimage auf den Unternehmensumsatz hat.

Aspekte der Nachhaltigkeit aufgeteilt in Bereiche der Ökologie, Ökonomie und Soziales nach BIESALSKI & COMPANY

BIESALSKI & COMPANY fanden heraus, dass Nachhaltigkeit für den Umsatz einzelner Branchen eine größere Rolle spielt als für den anderer. Dies erklärten sie durch die unterschiedliche Präsenz der Nachhaltigkeitsfrage in unterschiedlichen Sparten. Beispielsweise in der Telekommunikationsindustrie ist das Thema Nachhaltigkeit weniger präsent, als bei der Herstellung von Babynahrung und kann somit auch weniger zur Kaufentscheidung beitragen. Dies würde sich jedoch durch eine bessere Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden ändern lassen und eine weitere, umsatzfördernde Sparte öffnen. Die Studienleiter bezeichneten faktische Nachhaltigkeit, die nicht an die Kunden herangetragen wird als großen Pool von ungenutztem Kapital, dass das Potential hat, mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit eine hohe Umsatzsteigerung zu erzielen. Des Weiteren stellten sie heraus, dass der durch Nachhaltigkeit generierte Umsatz immer additiv ist, welches das Konzept als differenzierenden Faktor zwischen konkurrierenden Unternehmen besonders interessant macht. Dabei solle jedoch jede Firma beachten, dass nicht nur Nachhaltigkeit allein das Konsumverhalten von Menschen bestimmt, sondern neben Preis und Qualität eine weitere Motivation für eine Kaufentscheidung darstellt. Allerdings kann gerade auf einem gesättigten Markt diese weitere Motivation den Reputationsvorteil gegenüber der Konkurrenz ausmachen, der zu einer erfolgreicheren Bilanz führt.

Quelle: http://www.biesalski-company.com/cms_content/download/Studienband_Sustainability_Value_Score_2016.pdf